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seit dem 05.11.2005
Bevor es das "JA" zur OP gab

28.09.2005

Ziemlich aufgeregt fuhr ich ins UKB. Da ich ja bereits einmal für ein CI abgelehnt wurde, war ich sehr nervös, aber trug in mir die leise Hoffnung, dass es diesmal klappen würde.

Ich führte ein sehr umfassendes Gespräch mit Doktor Todt, dieser schlug dann vor, schon an diesem Tage die nötigen Voruntersuchungen zu machen. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet und wurde total aufgeregt. Ich absolvierte dann die objektiven und die subjektiven Hörtest. Danach bat mich Dr. Todt erneut zum Gespräch. Die Werte meiner NN-BERA ergaben, dass ich eigentlich noch über ein Resthörvermögen verfügen müsste. Ich verstand das überhaupt nicht, da ich ja wusste, dass ich nichts mehr höre. Dr. Todt sprach mir aber Mut zu und sagte, dass er das mit dem Professor besprechen müsste und sich dann bei mir melden würde. Ich fuhr ziemlich niedergeschlagen wieder nach Hause.


 

04.10.2005

Am Nachmittag schaute ich in mein Mailpostfach und fand da eine Mail von Dr. Todt, mit dem Inhalt :

"...nach nochmaliger Beurteilung stehen wir einer CI Versorgung positiv gegenüber..."

Er bat mich einen erneuten Termin für den Promontorialtest zu machen. Gesagt, getan.


 

13.10.2005

Noch aufgeregter als beim ersten Mal, fuhr ich also wieder nach Berlin. Ich hatte bereits in Hamburg einen Promontorialtest machen müssen und der war alles andere als angenehm. Da musste ich mich auf die Seite legen, dann wurde mir Wasser ins Ohr gefüllt und ein Sensor (Kugel) eingesetzt, welcher die Impulse sandte. Da Wasser ja bekanntlich Strom leitet fühlte ich mich mehr elektrisiert, als das ich in der Lage war, Töne wahrzunehmen. Es war eine sehr schmerzhafte Angelegenheit.

Fast die ganze Fahrt zum UKB (ca. 1 ½ Std. von mir daheim) beschäftigte ich mich mit dieser Erinnerung. Im UKB angekommen, bat mich Dr. Todt dann auch bald zum Gespräch. Ich erklärte ihm meine Angst und er konnte mich beruhigen. Im UKB wird der Test nämlich anders gemacht. Hierfür wurde mir auf beiden Seiten das Trommelfell betäubt und nachdem ich dann auf der Liege lag und "verkabelt" war, wurde mir abwechselnd auf beiden Ohren, eine Nadel durch das Trommelfell gestochen und dann die Impulse abgesandt.

Nachdem ich den Test relativ schmerzfrei hinter mich brachte, bekam ich von Dr. Todt die Mitteilung, dass ich ein CI erhalten werde. Wir einigten uns auf eine Implantation auf dem rechten Ohr und ich durfte angeben, welches CI ich mir wünsche. Ich habe mich für das Nucleus Freedom von Cochlear entschieden. Danach hatte ich noch ein Gespräch wegen der Reha nach der Erstanpassung und kurz darauf bekam ich einen OP-Termin für den 31.10.05. Am gleichen Tag hatte ich noch ein Gespräch mit der Narkoseärztin und dann durfte ich schon wieder heimfahren.

Erst viel später an diesem Tag, als ich allen Freunden/Bekannten und der Familie mitteilte, dass ich interner Link folgtimplantiert werde, begriff ich so richtig, was an diesem Tage eigentlich passiert war.da brach dann erst der Jubel in mir aus und ich tanzte eine Runde durch die Wohnung.

Seite zuletzt geändert am 23.08.2006 17:59
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