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seit dem 05.11.2005
Rückblick

Wie alles begann:

 

 

Mitte 2005

1. Hörtest im Mai, wegen subjektivem Gefühl, dass mein Gehör sich verschlechtert hatte

2. Hörtest Anfang Juni bestätigte das miserable Ergebnis

 

September

  1. CI-Sprechstunde im Vivantes-Klinikum, fühlte mich sehr bestärkt in der Entscheidung für das CI.
  2. Beratungsgespräch bei Frau Willkomm, Vorsitzende des BBCIG
  3. Charite-Klinikum Steglitz: Vorbesprechung
  4. Terminfindung für CI-Sprechstunde der Charite in Mitte durch Charite Steglitz
  5. Charite-Mitte: 18:00. Chirurgen, 2 Audiologen, 1 Arzt kennengelernt, Hörnervtestung (=ist intakt auf beiden Seiten), Überprüfen der CI-Tauglichkeit auch anhand meiner Audiogramme von Mai
  6. 2 weitere Untersuchungen (Radiologie) und ENG/BERA Tests stehen aus. Umsichtige Betreuung

 

In der Zwischenzeit

Mail an und von Audiologen der Charite-Mitte wegen Radiologieterminen. Mail aus dem Vivantes-Klinikum bekommen

 

Oktober

21.10.05

Vormittags: ENG-/BERA Untersuchung in Charite-Klinikum Steglitz

November

 

4.11.05

8:45-11.30h Radiologietermine der Charite-Rudolf-Virchow: MRT/Felsenbein-CT

 

16.11.05

Vormittags: Charite-Klinikum Steglitz: Besprechung der Radiologiebefunde

 

Dezember

01.12.05

Sollte endgültiger Besprechungstermin sein, Charite streikte, daher erst

 

08.12.05

HURRA: Ich kann operiert werden. Auch meine Mutter ist bei diesem Gespräch dabei. OP-Termin:24.01.06

 

24.12.05

BEK schickt mir falsche Verordnung

 

27.12.05

Meine Mutter telefoniert mit dem Audiologen, der sich wiederum „dahinter klemmt“, dass die Kostenübernahme rechtzeitig durch die BEK erfolgt. Denn es muß ja noch das Implantat bis zum OP-Termin bestellt werden.

 

28.12.05

HURRRRA! BEK schickt Kostenübernahme für  CI-Operation. Nichts steht der OP mehr im Wege

 

Januar 2006:

HNO-Arzt: Einweisungsschein für die Charite abholen

 

Kurz vor der OP bekomme ich viele liebe Mails als Mutmache, u.a. von guten Freunden und dem Audiologen.

 

24.01.06

CI-OP

 

 

 

 

Die ganze Zeit

Gespräche mit meinem Kumpel, der später vor mir das CI hatte, außerdem mit meiner Mutter, Freund, Familie, Freunden.

Außerdem: Internetrecherchen, Information an Vorgesetzten wegen Voruntersuchungen, Gespräche mit Kollegen

 

 

Anjas Jahresrückblick 2006

Tabellarischer Überblick:

Mein Weg beim „neu-hören-lernen“

 

 

 

24.01.06

  • Operation

 

21.02.06

  • Erstanpassung: Schwindel, Übelkeit
  • Stärkeren Magneten am Abend vom Hörgeräteakustiker abgeholt
  • Erste Eindrücke: Alle Töne sind gleich. Es klingelt in einem fort (wie 10x Ladenbimmeln zusammen)
  • Abends: Besteckklappern am Geschirr, Tastaturklappern
  • Erschrecken, wenn der Magnet am Kopf sitzt (alles viel zu ungewohnt)
  • Es dauert auch eine Weile, bis ich den Dreh raus habe, den Magneten am  Kopf zu befestigen

 

22.02.06

  • 2. Einstellung.
  • Zum ersten Mal habe ich den Sprachprozessor mal nicht „an“ und bin in meinen Bewegungen lauter, als wenn ich ihn „anhab“.

24.02.06

  • 3. Einstellung

 

25.02.06

  • Beim Essen zu viert bin ich die leiseste von allen, was Eß-/Klappergeräusche angeht

 

27.02.06

  • Erster Tag, an dem ich den Sprachprozessor den ganzen Tag trage. Der Schwindel nach dem Befestigen des Magneten an den Kopf ist seit heute Mal verschwunden.

 

28.02.06

  • 4. Einstellung

 

03.03.06

  • 5. Einstellung: Heute habe ich bei der Anpassung alle Kanäle eingestellt bekommen. Nun geht’s los mit dem Sprache-verstehen.

 

06.03.06

  • Radio oder TV hören ist weiterhin Geräuschesalat. Das erste Mal einen Teil der Ansage in der U-Bahn sauber verstanden.

 

07.03.06

  • 6. Einstellung

 

10.03.06

  • Heute höre ich mich zum ersten Mal selbst reden.

 

13.03.06

  • Ich fange an, ab heute zwischen Musik und gesprochener Sprache beim Radiohören zu unterscheiden.
  • Beim Ausräumen der Spülmaschine bin ich seit heute sehr leise.
  • Im Büro: Mein Chef hat eine Stimme!!!

 

14.03.06

  • 7. Einstellung

 

30.03.06

  • Bei der erneuten Einstellung erkenne ich Zahlen OHNE Mundbild.
  • 1.tes Mal Hörtraing

 

Um den 07.04.06

  • 8. Einstellung und Hörtraining

 

10.04.06

  • 1.ter Arbeitstag nach Krankschreibung. Hamburger Modell
  • Alles sehr laut. Huch, der Drucker hat ein dolles Geräusch.

 

14.04.06

  • Ich lerne ein neues Geräusch zuordnen: Ein Quietschen entpuppt sich als Vogelzwitschern

 

18.04.06

  • Im Dienst höre ich alle sehr viel lauter und versteh auch schon ganz gut. Meine Stimme wird melodiöser. Ich brauche nicht mehr so viel Energie für das akustische Verstehen, sondern kann sie teilweise gleich für das inhaltliche Nachvollziehen verwenden.
  • Ich bekomme ein Ohrpaßstück. So kann ich mich auch beim Federballspielen freier bewegen, ohne dass mir der Sprachprozessor runter fällt und ich kann mich auf kurze Distanz auch unterhalten.

 

24.04.06 – 30.04.06

  • 9. Einstellung und Hörtraining:
  • In dieser Woche folgende Erfolgserlebnisse:

·        Popmusik

·        Zum ersten Mal kann auch mein Freund mich vom 3 Stock rufen und ich höre es!!!

·        Ich verstehe die Tochter meiner Freundin

·        Erster Hörtext mit Mitlesen

 

Mai 06

  • Beim Musikhören verschwinden langsam die quäkigen Eindrücke, wenn es hohe Töne sind
  • Neue Sitzungen des Hörtrainings
  • CI-Träger treffen sich im Tierpark. Ganz viele Vogelstimmen in einer nie gehörten Reinheit
  • Zum ersten Mal merke ich nicht, dass die Batterie für mein konventionelles Hörgerät links alle ist.
  • Kurze Sätze bei vertrauten Sprechern versteh ich auch ohne Mundbild.
  • 10.te  Einstellung: Minimale Veränderung, aber große Bandbreite. Weiteres Hörtraining
  • Ich telefoniere das erste Mal!!! Mit Telefonspule. In der Folgezeit entwickele ich die Telefonitis.
  • Die Stille OHNE Sprachprozessor ertrage ich nicht mehr!
  • Frust wegen Nichtverstehen in der Runde nimmt ab
  • Logopädie wieder aufgenommen. Es ist ein anderes Gefühl, da ich nun über die eigene Kontrolle auch ganz erschocken bin, WIE ich rede.

 

Juni 06

  • Am Feiertag das erste Mal bei einer kleinen Feier 8 Stunden durchgehalten, nur zum Schluss bin ich etwas abgeschlafft.
  • Das erste Mal ist die Abdeckung des Mikrofons verschmutzt und ich höre wie in der grauen VOR-CI-Steinzeit.
  • Heute-Nachrichten versteh ich zum ersten Mal auch ohne Untertitel.
  • Diesel-Auto hört sich an wie ein Traktor.
  • Das Hecheln des Dackels hört sich an wie der Blinker.
  • 1.te Erkältung nach der OP tut dem Hören auf der CI-Seite keinen Abbruch.
  • Die ersten langen Treffen mit 1 – 2 Personen strengen mich nicht mehr so an bzw. ich halte länger durch.
  • FIFA nervt mich.
  • Logopädie ist klasse!
  • Display des Sprachprozessors ist das erste Mal kaputt.

 

Juli 06

  • Ich muss nicht mehr so verkrampft da sitzen, um etwas zu verstehen.
  • Telefonieren macht beiden Seiten immer mehr Spaß.
  • Magnet juckt dauernd. Stärke der Magnethaftung verändert.
  • In großer  Runde bei Arbeitsbesprechungen oder Feiern klappt es leider nicht gut mit dem Verstehen. Erste Grenze.
  • Weitere Einstellung.
  • Hörbücher hören geht noch nur mit Mitlesen.

August 06

  • 2 ½ Wochen sind die Kinder meines Freundes zu Besuch. Es klappt alles viel besser, was die Kommunikation angeht.
  • Büroumzugs-Vorbereitungen
  • Weitere Einstellung: Beim Telefonieren wird nicht auf T, sondern auf MT eingestellt.
  • Nach dem Befestigen des Sprachprozessors an den Magneten bekomme ich keinen Schreck mehr, wenn dann die Welt um mich akustisch zu leben beginnt. Eigentlich nur noch, wenn ich nicht ausgeschlafen bin.

 

September 06        

  • Weitere Einstellung: Neue Programme bzw. Veränderungen bei den bestehenden. Fürs Telefonieren wird wieder auf T zurückgestellt.
  • Das erste Mal ist der Kabel zwischen Spule und Magnet kaputt.
  • Telefonieren wird immer besser.

 

Oktober 06  

  • Büroumzug: Streß
  • Winterzeit: Ich bin nur müdemüdemüde! Abends mag ich Sprachprozessor nicht mehr tragen.
  • Autofahren weiter geübt. Wird flüssiger. Und ich muss nicht immer jemanden anschauen, sondern kann auch fahren und hören. Aber nur bei bekannten Personen und auch nur kurz.
  • Mittlerweile arbeitet das linke Ohr nicht mehr so tüchtig wie früher (nach meinem Gefühl). Au weia!

November 06         

  • Meine Mutter ist im Krankenhaus
  • Neue CI-SHG wird eröffnet.
  • Neue Stimmen erkennen.
  • Werbung im Fernsehen dient als Hörtraining.
  • Bestimmte Nachrichtensprecher versteh ich auch OHNE Untertitel und OHNE Hinsehen, aber das letztere auch nur kurz
  • Ich kann mich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern muss immer weiter übenübenüben.
  • Freizeittermine mit Kommunikation sehe ich teilweise als Entspannung an
  • Letzte Logopädiestunden
  • Das erste Mal telefoniere ich mit meinem Kumpel mit dem CI*hui!

 

 

Seite zuletzt geändert am 22.12.2006 11:40
Copyright by Sindy Funke