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seit dem 05.11.2005
Der Countdown läuft...

30.10.2005

Nach durchwachter Nacht und mit einer Mischung aus Nervosität, Angst und Aufregung erfolgte meine stationäre Aufnahme auf der Station C1 des UKB. Am gleichen Tag erfolgte noch, dass OP-Risiken-Aufklärungsgespräch. Bis Mitternacht unterhielt ich mich noch mit meiner netten Zimmernachbarin.

Dank einer, von den netten Stationsschwestern, verabreichten Schlaftablette schlief ich dann einpaar Stunden, bevor der Augenblick kommen sollte, auf den ich 2 Jahre, 2 Monate und 27 Tage wartete.


 

31.10.2005

Gegen 7:30 Uhr war Visite und mein rechtes Ohr wurde markiert, anschließend ab ins Bad und dann zog ich das OP-Hemd an. Ich bekam meine Vornarkose und wurde bald danach, gegen 8:30 Uhr zum OP geschoben. In diesem Moment gingen mir tausend Dinge durch den Kopf und ich weiß bis heute nicht, ob mein Blut vor Angst, Nervosität oder Freude so wallte.

Ich kam dann in die Schleuse zur Umbettung und anschließend in den Einleitungsraum...

...gegen 13:30 Uhr mein Blick zur Uhr, es war vorbei, ich lag schon im Aufwachraum.

Die nächsten Stunden bekam ich natürlich nicht soviel mit...ich schlief immer wieder ein...meine Eltern waren da...Dr. Todt kam nach mir schauen...

Das Erste was ich nach dem Aufwachen tat, war mir ins Gesicht zu kneifen, ob der Gesichtsnerv noch okay ist. Alles super dachte ich und schlief weiter.

Später am Nachmittag kam dann nochmal Dr. Todt und gab mir ein Foto von der OP, meinen Implantationsausweis und noch andere wichtige Dinge zum lesen. Er sagte mir, dass die OP circa 2 Stunden dauerte und ohne Komplikationen verlief.


 

03.11.2005

Gegen 10 Uhr wurde ich entlassen. Die Tage nach der OP hatte ich noch einen Test, musste zum CT und zum Röntgen, aber ansonsten ging es mir relativ gut, ausser den üblichen Beschwerden nach einer OP.

 

Oft lag ich im Bett und machte die unterschiedlichsten Gefühlsebenen durch.innere Unruhe, Freude, Tränengefühle, Anspannung.

 

"So Sindy", dachte ich mir dann, "den größten Schritt hast du gewagt, jetzt liegt es mit an dir. Zeige Geduld und Willen."

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Pflegedienstpersonal der Station C1 bedanken. Immer freundlich, hilfsbereit und auch mal ein offenes Ohr und liebe Worte, wenn es mir nicht so gut ging.

Auch Dr. Todt sage ich schon mal Danke. Danke dafür, dass er mich meinem kleinen Traum, dem Traum wieder hören zu können, näher gebracht hat.

Einpaar Bilder...

Ein Tag nach der OP
Meine kleine Narbe
Röntgenaufnahme der Elekrode 1 Tag nach der OP
Wieder zu Hause

07.11.2005

Mir geht es etwas besser nun. Die letzten Tage ging es mir nicht so besonders, hatte Sodbrennen, Schwindelgefühle, Verdauungsprobleme usw.

Da ich fast nur gelegen habe, tat mir auch schon jeder Muskel weh, und ich wusste schon gar nicht mehr, wie ich noch liegen sollte bzw. ich weiß es noch nicht...

Vor der OP hatte ich einen konstant hohen Tinnitus auf beiden Ohren. Seit der OP ist er auf dem rechten Ohr fürchterlich. Auf und nieder...immer wieder... Wenn man dann so da liegt und einfach nur genervt ist, hat man auch schon mal den Gedanken der Reue gegenüber der OP. Hatte mich kurz erschrocken, dass ich sowas dachte, aber nun geht es wieder.
 
Auch ist mein Geschmackssinn etwas verwirrt, aber das könnte sich wieder legen. Es schmeckt alles nach einer Mischung mit Waschpulver. Das schlimme ist nur, dass mein Geruchsinn ja perfekt funktioniert...mein kleiner Bruder kocht mir immer essen, zerkleinert auch fein (das Kauen klappte noch nicht so schmerzfrei), dann duftet es in der ganzen Wohnung und wenn ich anfange zu essen...Waschpulvergeschmack *brrr*, na wenigstens habe ich keinen Schaum vorm Mund :-D

Auch habe ich ein leichtes Taubheitsgefühl auf der Zunge, hauptsächlich im vorderen Bereich. Meine HNO-Ärztin erklärte mir aber, dass es "normal" sei.

 

Hier ein besonderer Dank an alle, die mir in den letzten Tagen so tatkräftig zur Seite standen, sei es durch Besuch, SMS, Mail oder Fax. Es gibt kein schöneres Wissen, als dass, das man geliebt und gemocht wird :-)

 

 

17.11.2005

Die letzten Tage ging es mir immer besser. Zwar hatte ich noch Schmerzen, aber ich brauchte keine Schmerztabletten mehr. Die Geschmacksverirrung und das leichte Taubheitsgefühl auf der Zunge sind nach wie vor vorhanden.

Heute war ich im UKB zum Fäden ziehen, es machte zweimal lang *aua* und mehrmals kurz, aber ich lebe noch ;-)
Dann musste ich den Reha-Antrag für die Zeit ab der Erstanpassung ausfüllen, erst wenn der Antrag genehmigt ist, bekomme ich meinen Termin zur Erstanpassung. Ich hoffe, dass meine Krankenkasse etwas hin macht, damit ich vielleicht dieses Jahr noch den Sprachprozessor bekomme.

Dann hatte ich noch zwei Test und durfte auch schon wieder heim fahren. Mir wurde noch mitgeteilt, dass ich so ab Sonntag wieder Wasser auf meinen Kopf lassen darf. Das wird eine Freude werden, da ich ja seit der OP meine Haare nicht mehr waschen durfte und fast 3 Wochen ohne, ist schon enorm...aber ich hatte ja immer schick Verband um und meinen Kopf mit Tüchern verziert :-)

Jetzt beginnt für mich das große Warten auf den Tag, wo vielleicht das erste Geräusch wieder durchdringen wird....

 

 

 

 

Das Warten hat ein Ende...

08.12.2005

Die letzten Tage war ich schon sehr unruhig, die Schmerzen sind fast weg, der Tinnitus dröhnt wie immer...nur der Termin zur Erstanpassung fehlte...

 

 

Heute dann endlich der positive Bescheid der Krankenkasse zur Kostenübernahme der Anschlussreha, daraufhin habe ich gleich ins UKB gemailt und bekam kurze Zeit später die Antwort...

 

 

Am 16.12.2005 um 14 Uhr ist die interner Link folgtErstanpassung, ich bin schon furchtbar aufgeregt  und muss doch noch 8 mal schlafen.....

 

 

 

 

Seite zuletzt geändert am 21.04.2007 19:53
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