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seit dem 05.11.2005
Einleitung

Mein Nucleus Freedom setzt sich zusammen aus der Spule (1), der Prozessoreinheit (2), der Steuereinheit mit den Bedienelementen und der Anzeige (3) und dem Ohrhaken (4).

Der Sprachprozessor - ein Hochleistungs-PC im Miniformat

Das Ansetzen ist relativ einfach, der Ohrhaken wird, wie der Name schon sagt, am Ohr angehängt, der Prozessor ist hinter dem Ohr. Die Spule ist per Kabel mit dem Prozessor verbunden. In der Spule befindet sich in der Mitte ein Magnet, welcher die Spule am Kopf hält, da unter der Kopfhaut in dem Implantat ein Metallstück ist.

 

Die akustischen Signale die aufgenommen werden, werden kodiert von der Prozessoreinheit über die Spule an das Implantat in der Innenohrschnecke weiter geleitet. Die Implantatelektroden stimulieren dann die Hörnerven der Innenohrschnecke. Von da werden die Signale an das Gehirn weitergeleitet, wo dann eine Hörwahrnehmung entsteht.

 

Der Sprachprozessor wurde speziell für die Verwendung mit meinem Implantat programmiert. Die Prozessoreinheit ist mit einer Seriennummer versehen, welche auf meinen Namen registriert ist.

 

An der Prozessoreinheit befinden sich unter einem Mikrofonschutz 3 Mikrofoneingänge. Ich nutze derzeit den Mittelsten, die anderen beiden sind für spezielle Einstellungen, die ich noch nicht benutze.

 

Die Bedienelemente der Steuereinheit setzen sich zusammen aus dem Auswahlknopf, dem Anzeigefeld, dem Wippschalter für auf und ab und der Abdeckung für Zubehöranschluss.

 

Mit dem Auswahlknopf schalte ich durch ein langes drücken das CI an und aus und durch kurzes Drücken wechsle ich das Programm. Das jeweilige wird dann im Anzeigefeld angezeigt, zum Beispiel "P3", dann steht da noch ein "M" wenn ich über Mikrofon höre. Der Prozessor verfügt über eine eingebaute Telefonspule, wenn ich über diese hören würde steht ein "T" im Anzeigefeld.

 

Mit dem Wippschalter kann ich lauter oder auch leiser einstellen, hier wird mir im Anzeigefeld eine Nummer angezeigt. Die Lautstärke geht bis 20. Momentan höre ich auf 11, da ich mich noch an die hohen Töne gewöhnen muss.

 

Damit ich die Lautstärke nicht versehentlich ändere, kann ich durch das Drücken zweier Tasten die Tastensperre aktivieren bzw. auch deaktivieren.

 

Steuer- und Prozessoreinheit können mit einer leichten Drehbewegung getrennt werden, um zum Beispiel die Prozessoreinheit (das "Gehirn" des Sprachprozessors) mit dem PC zu verbinden, um Programmeinstellungen vorzunehmen.

 

Das Ganze wird durch 3 Zink-Luft-Batterien (1,4 V) betrieben, die durchschnittlich 3 bis 5 Tage halten, je nachdem wie oft ich mein Prozessor anhabe.

 

Zum Trocknen lege ich die Prozessoreinheit (ohne Batterien und mit geöffnetem Batteriefach) in das Dry & Store, ein elektronisch betriebenen "Trocknungskasten".

 

 

 

Update 19.05.2006

 

Erst gestern wieder merkte ich, dass es vorteilhaft sein kann, wenn man bei einem CI auch eine Otoplastik hat. Auf dem Weg zum Krankenhaus regnete es fürchterlich, ich klappte meinen Regenschirm auf (den ich bei einem Gewinnspiel von Cochlear gewonnen hatte) und spazierte weiter. Als ich mit der Metallstange zu dicht an meinen Kopf kam, hing die Magnetspule sofort daran. Allein durch die Otoplastik, blieb der Prozessor da wo er eigentlich hingehört.

 

 

 

Update 30.05.06

 

Gestern bekam ich Teile meines Zubehörs. Gleich vorweg möchte ich anmerken, dass ich etwas länger gewartet habe auf dieses, weil ich nur einen Leihprozessor habe. Ich habe ja vor der OP einen blauen Prozessor bestellt, da dieser noch nicht lieferbar war, bekam ich einen braunen. Nun bald ist es soweit und der blaue Prozessor wird kommen.

 

Gestern fragte ich dann mal nach den Kabeleien. Daraufhin bekam ich vier Päckchen.

 

Zunächst wären da die Kopfhörer, mit denen ich aber nichts anfangen kann. Diese werden unten am Prozessor angeschlossen und ein Guthörender kann so die Reinheit/Klarheit des Mikrofons testen.

 

Dann wäre da das „persönliche Audiokabel“, welches man an Walkman, Diskman, mp3-player o.ä. anschließen kann. Da ich keines dieser Geräte besitze, konnte ich es noch nicht ausprobieren.

 

Das Ansteckmikrofon finde ich sehr praktisch gerade wenn man zum Beispiel Auto fährt. Allerdings sollte man hierzu schon Sprache ohne Lippenabsehen verstehen können. Das Mikrofon kann sich der Beifahrer anstecken und es gibt keine „stille Fahrt“ mehr. Das Mikrofon leitet das Gesprochene direkt ins CI und durch das ca. 1m lange Kabel ist auch genug Bewegungsfreiheit garantiert.

 

Zu guter letzt noch das TV-/HiFi-Kabel, welches am Fernseh oder wie bei mir an der Dolby-Anlage angeschlossen werden kann. Der Ton wird direkt ins CI übertragen und sämtliche Umweltgeräusche sind quasi abgestellt. Das Kabel ist auch sehr lang, ich kann bequem in alle Räume damit gehen. Am Kabel selbst befindet sich nochmals ein Lautstärke-Regler.

 

Die Kabel werden alle in der kleinen Öffnung an der Unterseite des Prozessors angeschlossen, dann ein kurzer Drücker auf die „auf/ab“ -Taste bis im Display „EA“ erscheint und schon ist alles funktionstüchtig.

 

 

Update 11.06.2006

 

Nun konnte ich auch ausgiebig, dass "persönliche Audiokabel" testen, da ich einen MP3-Player geschenkt bekam. Das Kabel ist super und auch lang genug, um den Player problemlos in die Hosentasche zu stecken. Schon komisch...bin taub und geniesse Musik...

 

 

Update 09.07.2006

 

Auch Kritik muss mal geäußert werden, oder? Mir wurde ja mitgeteilt, dass ich meinen blauen Sprachprozessor im August 2006 bekomme. Da ich in meinem jetzigen einen Riss im Batteriefach habe, fragte ich bei Cochlear an, ob ich den behalten soll bis ich im August meinen neuen bekomme. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass blau voraussichtlich erst nächstes Jahr geliefert wird. Das finde ich sehr schade, warte ich doch schon seit Oktober 2005 darauf…

 

 

Update 04.08.2006

 

Eine Woche konnte ich mein CI nun auf die harte Probe stellen. Den ganzen Tag lang bei ca. 50 Grad in der Sonne. Da bei diesen Temperaturen auch mehr geschwitzt wird, lag es jede Nacht in der Trockenbox. Die Klangqualität hat sich nicht verändert. Selbst sehr feiner Sandstrand konnte dem Prozessor nichts anhaben. Das finde ich klasse und bestätigt mich darin, dass man auf das CI keine Rücksicht nehmen braucht, wenn man mal die Landesgrenze überschreitet...

 

Update 22.05.2007

 

Nach Aussage von Cochlear, sind die blauen Prozessoren nun in Deutschland, ab der letzten Maiwoche soll ich meine bekommen....na mal sehen, da ich nun schon seit Oktober 2005 warte, bin ich doch etwas skeptisch, ob es diesmal wirklich klappt.

 

Update 06.06.2007

 

Gestern war es tatsächlich soweit, ich habe meine blauen Prozessoren :-) Nun bin ich einheitlich "getunt" am Kopf :-) Nach über 1 1/2 jahren Wartezeit ein herrliches Gefühl :-)

Seite zuletzt geändert am 25.04.2010 11:04
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