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seit dem 05.11.2005
Meine ersten richtigen Erfahrungen ...

Es war am Montag, dem 18.06.2007, ich legte mich Mittags hin, weil mir absolut nicht gut war und fiel nach einer Weile in einer tieferen Dämmerschlaf. Aufeinmal knallte es und ich hatte das Gefühl, neben mir ist eine Kreissäge am laufen. Abrupt sass ich im Bett, mir drehte sich alles und mein Kopf schmerzte auf der linken Seite extrem. Ich sah mich um, erblickte aber keine Kreissäge, noch dazu hatte ich ja garkeine CI´s an....der Tinnitus war auf dem linkem Ohr extrem in die Höhe geschossen und das Geräusch klang wie eine Kreissäge...  

Über Stunden ging das so weiter, ich heulte mir schon die Augen aus, weil ich das so überhaupt nicht kannte. Über Nacht legte sich der Schwindel und ich konnte am nächsten Tag zur Reha fahren. Dort angekommen, sollte wie gewohnt der Hörtest in der Freifeldmessung stattfinden. Aufgrund des immer noch vorhandenen "Kreissägen-Tinnitus" war aber kaum ein Verstehen möglich.  

Um dies mal näher zu erklären, habe ich die Tonaudiogramme eingescannt.

 

Auf dem linken Bild seht ihr die Werte vom 24.05.2007, wo mein Tinnitus etc. alles noch (für mich) normal war. Auf dem rechtem Bild die Werte vom 19.06.2007...dort ist deutlich die Verschlechterung zu erkennen und mit ein bisschen Kentniss kann man nur erahnen, wie laut der "Kreissägen-Tinnitus" ist und vorallem, was er für Auswirkungen auf das Hören und Verstehen hat.

 

Die Mitarbeiter des HTZ Potsdam telefonierten mit dem UKB, dort sollte ich zur stationären Aufnahme kommen. Also fuhr ich heim, packte Tasche und ab ins UKB nach Berlin Marzahn. Dort wurde ich notfallmäßig stationär aufgenommen und noch am selben Tag begann die intravenöse, hochdosierte Kortisontherapie. Am Mittwoch und Donnerstag hatte ich dann einige Untersuchungen und Test. Bei einem Gespräch mit dem Arzt wurde mir dann gesagt, dass von einem Menierschen Anfall auszugehen ist. Auch die Implantate wurden getestet. Diese reagierten gut, ebenso die Hörnerven, so das beides als "Grund" ausgeschlossen werden konnte.

 

Mittwoch Mittag kam auch gleich Anja nach mir schauen, ansonsten hatte ich keinen weiteren Besuch, was aber auch nicht so schlimm war, zumal ich eine sehr nette Zimmernachbarin hatte.

Freitag bekam ich nochmals Kortison und nach dem Arztgespräch, indem mir für die nächsten 14 Tage Ruhe auferlegt wurde, liess ich mich abholen und heim fahren.

 

Zu Hause versuchte ich auch weitesgehend zu ruhen. Montag Abend, als ich ins Bad wollte, wurde mir wieder derbst schwindlig und ich fiel...mit dem Kopf auf den Tisch...als ich wieder "munter" war, sah ich, dass auch mein Magen rebelliert hatte. Mit diesem habe ich eh immer Probleme beim Schwindel, gestern behielt ich kaum Nahrung bei mir.

 

Wenn ich mich bewege, dann steif wie ein Klotz, jede Drehung könnte eine zuviel sein. Nun warte ich ab, wie es weiter geht....

 

Seite zuletzt geändert am 25.04.2010 11:07
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