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seit dem 05.11.2005
3. CI - Rehatreffen im UKB

Vor einiger Zeit bekam ich eine Einladung zum 3. CI-Reha-Treffen am 24.02.2006, vom Unfallkrankenhaus Berlin / Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und der Gesellschaft für integrative Hörrehabilitation e.V. Potsdam.

 

Ich meldete mich mit zwei Begleitpersonen an, nämlich meiner HNO-Ärztin und Thorsten, der ja aus anderen Berichten von meiner Seite schon bekannt ist.

 

Bereits im Vorfeld erkundigte ich mich, ob denn die Möglichkeit bestünde einen Schriftdolmetscher ggf. einen Schriftmittler einzusetzen. Bislang hatte ich mit diesen Leuten supergute Erfahrungen gemacht.

 

Ein Tag vor dem Treffen erfuhr ich in Berlin, dass ein Schriftdolmetscher der ASS GmbH Leipzig organisiert wurde, also der Agentur, wo ich meine bisherigen guten Erfahrungen herhabe.

 

Ich war am 24.02. rechtzeitig in Berlin und freute mich schon sehr darauf, andere CI-Träger kennen zu lernen und war natürlich auch sehr gespannt, was es alles zu erfahren geben würde. Stattgefunden hat alles im Hörsaal des UKB.

 

Nach und nach kamen immer mehr Leute, auch traf ich hin und wieder jemand, den ich über meine Seite kannte.

 

An dieser Stelle sei bereits die positive Resonanz erwähnt, da zu dem Treffen 89 Teilnehmer kamen!

 

 

Prof. Dr. med. Ernst hielt eine Begrüßungsansprache und erwähnte auch, dass nebst dem Ringschleifensystem ein Schreibdolmetscher anwesend sei.

 

 

Prof. Ernst vom UKB

 

 

Danach übergab er das Wort an Dr. Todt, den ich ja bereits kannte. Dr. Todt erzählte über die Statistik der CI-Versorgung im UKB und sprach dann einen Punkt an, der für mich auch sehr interessant war, die bilaterale CI-Versorgung. Nebst seinen Ausführungen konnte man eine Präsentation mitverfolgen, wo alles wichtige noch mal stichpunktartig zu lesen war.

 

 

Oberarzt Dr. Todt vom UKB

 

 

Bereits hier möchte ich erwähnen, dass das Ringschleifensystem ausgefallen war und somit alle auch auf die Schriftdolmetscherin angewiesen waren. Allerdings wurde von ihr eine sehr schlechte Arbeitsleistung geliefert, so dass ich im Verstehen und mitverfolgen der Ausführungen große Lücken hatte und auch immer noch habe.

 

Nach Dr. Todt sprach Dr. Dahme vom HTZ in Potsdam. Seine Ausführungen fand ich hochinteressant und wissenswert. Er erklärte erst, wie die Hörwahrnehmung funktioniert und wie die Werte aufgezeichnet werden. Dann erfolgte eine Erklärung von 3 Audiogrammen, nämlich die eines Normalhörenden, die eines Hörgeschädigten mit Hochtonverlust und ein Audiogramm eines Hörgeschädigten mit Hörgeräten. Hier war noch mal deutlich zu erkennen, dass ein Hörgerät kein verloren gegangenes Hörvermögen zurückholt, sondern in das noch vorhandene Resthörvermögen zusätzlich Schallsignale aus dem Bereich des Hörverlustes hineinholt. Das bedeutet eine Verdichtung der Hörsignale. Zur richtigen Erkennung und Unterscheidung braucht man daher Training auch mit einem Hörgerät, mit dem man besser in einfacher Umgebung anfängt. Einige Hörgeräteträger erreichen dabei Meisterleistungen durch hohe Konzentration, so dass man Ihnen die Höreinschränkung z.T. nicht anmerkt. Das trifft natürlich genauso auf das Absehen zu.

 

Mit sehr anschaulichen Bildern erklärte Dr. Dahme weiterhin das Klangfeld und die Anpassung des Cochlear Implantates, auch erfuhr ich dass die angestrebte Hörbreite mit dem CI zwischen 30 db und 80 db liegt.

 

Es folgten noch zwei Fragen aus dem Publikum, aber aufgrund der schlechten Mitschrift kann ich nicht eindeutig sagen, worum es genau ging hierbei.

 

 

Dr. Dahme vom HTZ Potsdam

 

 

Anschließend trat noch Frau Dr. Scholz ans Podium und da sie über ein sehr deutliches Mundbild verfügt, war es möglich, etwas mehr zu verstehen. Sie erzählte über die geplante Gründung einer SHG im HTZ Potsdam, wie und was man sich darunter vorstellen soll. Auch der Termin für das erste Treffen wurde bekannt gegeben.

 

 

Frau Dr. Scholz vom HTZ Potsdam

Zum Schluss wurden noch von den beiden CI-Firmen „Cochlear“ und „Advanced Bioniocs“ Präsentationen über die Neuerungen gehalten.    
Von der Firma Cochlear wurde durch Durdane Erseker unter anderem die neue Internetpräsenz vorgestellt. Zu finden unter www.cochlear.de

Durdane Erseker von der Firma Cochlear



Von der Firma Advanced Bionics kam die Vorstellung der Weiterentwicklung des CI, durch Andreas Gaedt, auch hier sehr anschaulich unter Mithilfe einer Bildschirmpräsentation.


Andreas Gaedt (technische Betreuung von Kliniken) der Firma Advanced Bionics

 

 

Damit war der Programmteil des Treffens beendet und im Foyer wartete ein Buffett mit Kuchen, Kaffee, Tee etc. auf alle Teilnehmer.

 

Die Ärzte, Therapeuten und die Vertreter der CI-Firmen standen nun zu Fragen zur Verfügung, was auch sehr weitreichend genutzt wurde.

 

Ich selbst habe mich zunächst mit der Schriftdolmetscherin unterhalten, auch um ihr zu sagen, dass ich ihre Arbeit nicht gut fand. Ich habe im Vorfeld einigen Leuten gesagt, dass die Schriftdolmetscher gute Arbeit leisten und bewiesen wurde so ziemlich das Gegenteil.

 

Dann unterhielt ich mich auch mit den Vertretern von Cochlear und Bionics. Es war sehr interessant und aufschlussreich und es besteht immer noch ein Emailkontakt. Für Cochlear werde ich eine Zusammenfassung meines CI-Tagebuches machen, damit es auf ihre Internetseite gestellt wird.

 

Ich selbst bin zwar Cochlear-Trägerin, aber mit Bionics halte ich Kontakt, da es auch sehr interessant zu wissen ist, was bei der „Konkurrenz“ los ist, noch dazu kenne ich Bionics-Träger und kann somit bei Fragen Verbindungen herstellen. Aber auch im Rahmen meines Vereinsaufbaues wurde mir Unterstützung zugesagt.

 

Anschließend noch Gespräche mit den Leuten vom HTZ, ich musste ja freudig über meine 6 verstandenen Wörter berichten, so wie auf dem Foto zu sehen ist.

 

 

Dr. Dahme und ich

 

 

Gegen 19:30 Uhr war es dann auch Zeit zu gehen, ich wertete mit Thorsten die Veranstaltung noch aus. Ihn hatte ich mitgenommen, da er ja CI-Kandidat ist und die Chance hatte, die CI-Firmen kennen zu lernen und auch somit sich zu informieren und vielleicht seiner Entscheidung etwas näher zu kommen.

 

Dazu möchte ich erwähnen, dass es mir auffiel, was ich nicht hatte…eine solch breit gefächerte Begleitung auf dem Weg zum CI, dafür bin ich aber bereit, es bei den Leuten zu tun, die mich fragen.

 

Alles in allem war es ein sehr schöner, interessanter und ereignisreicher Tag, wobei ich auch ehrlich sagen muss, dass ich froh war, als ich endlich in meinem Bett lag…

 

 

 

Zur Bildergalerie des 3. CI - Reha - Treffen geht es interner Link folgtHIER

Seite zuletzt geändert am 10.09.2008 14:28
Copyright by Sindy Funke